Der Küchenbauer – Teil II: Sommerlicht
Kapitel 4 – Der Sommer beginnt Die Wochen wurden wärmer. In der Werkstatt roch es nach Harz, Staub und Sonne. […]
Kapitel 4 – Der Sommer beginnt Die Wochen wurden wärmer. In der Werkstatt roch es nach Harz, Staub und Sonne. […]
Kapitel 1 – Das Haus am Fluss Der Regen fiel gleichmäßig auf die Pflastersteine der Altstadt. Zwischen alten Fassaden, kleinen
Der Morgen brach grau und still an. Über den Feldern hing dichter Nebel, und das Dorf schien in Watte gehüllt.
Thomas hielt den Atem an. Das Geräusch war eindeutig – drei langsame, gleichmäßige Schläge an seiner Haustür. Klack … Klack
Leo war kein Mann der Extreme. Sein Leben war geordnet, seine Tage strukturiert, seine Wochenenden der Gartenarbeit oder einem guten
Es war kurz nach Mitternacht, als Thomas Berger seine Jacke überzog, die Leine seines Hundes Balu nahm und in die
Die Luft roch nach nasser Erde, verbranntem Holz und einem unausweichlichen Ende. In den letzten drei Tagen hatte der Himmel über Old Harbor eine Farbe angenommen, die Ava nur als „trauerndes Blei“ bezeichnen konnte. Die Blätter, die die Ahornbäume in der Hauptstraße des kleinen Küstenstädtchens seit Wochen eisern festgehalten hatten, kapitulierten nun im Minutentakt, tanzten verzweifelt auf dem windgepeitschten Asphalt und verstopften die Abflussrinnen.
Noah liebte seinen wöchentlichen Samstags-Einkauf. Die Gänge waren leerer, die Musik im Supermarkt erträglicher und vor allem: niemand drängelte sich
Elara kannte die Speisekarte des „Café Lyra“ besser als ihr eigenes Kochbuch. Sie wusste, dass der Kellner mit den lachenden Augen und den zu langen Locken, dessen Namen sie nur als flüsterndes „Lio“ von anderen Gästen aufgeschnappt hatte, immer um 13:00 Uhr die Tische im Fensterbereich abräumte. Sie wusste, dass er beim Servieren des Zitronen-Thymian-Huhns ein winziges, kaum hörbares Liedchen summte, und dass er bei Stress die rechte Augenbraue hob.
Der Schlüssel in Peters Hand fühlte sich fremd an. Es war der Ersatzschlüssel zu einer Wohnung, die er sich vor über fünfzehn Jahren mit Sarah geteilt hatte. Jetzt würde er ihn auf den Küchentisch legen, neben den sorgfältig gefalteten Scheidungsunterlagen. Die Tinte auf seiner Unterschrift war noch nicht ganz getrocknet, aber die bittere Wahrheit war schon tief in seine Seele gebrannt: Es war vorbei.