
Kapitel 1: Die Dualität des Seins – Zwischen Weißbiergläsern und Klangwelten
Der Rhythmus der Mittagszeit
Ein Tag beginnt nicht mit der Stille, die man einem Schriftsteller zuschreiben würde. Er beginnt mit dem metallischen Klicken eines Schlüssels im schweren Schloss des Benediktiner Wirtshauses. Wenn ich die Gasträume betrete, bevor die ersten Gäste kommen, liegt dort eine ganz eigene Sakralität in der Luft. Der Duft von frisch poliertem Eichenholz vermischt sich mit dem fernen Aroma der Küche, wo die ersten Vorbereitungen für den Mittagstisch laufen.
Als stellvertretender Restaurantleiter bin ich hier nicht der Träumer. Ich bin der Taktgeber. Mein Blick wandert über die Tischreihen: Stehen die Besteckkrüge exakt? Ist das Licht passend zur Tageszeit gedimmt? In diesem Moment bin ich ein Logistiker der Gastfreundschaft. Doch wer genau hinsieht, erkennt, dass ich bereits hier – zwischen Dienstplaneinteilung und der Annahme von Warenlieferungen – Material für meine Kurzgeschichten sammle.
Das Wirtshaus ist ein Mikrokosmos. Hier im Jahr 2026, in einer Welt, die sich immer schneller dreht und in der digitale Avatare oft realer wirken als Menschen, ist das Benediktiner ein Ankerpunkt des Physischen. Wenn die Türen öffnen und das erste Gemurmel der Gäste den Raum füllt, beginnt für mich das Studium der menschlichen Natur. Ich sehe den Geschäftsmann, der nervös auf sein Smartphone starrt, während seine Haxe kalt wird. Ich sehe das ältere Ehepaar, das sich ohne Worte versteht, weil sie seit „vierzig Jahren“ denselben Tisch reservieren. Jede Geste, jedes überhörte Wortfetzen ist ein potenzieller erster Satz für eine Geschichte, die erst viele Stunden später geboren wird.
Die Maske des Funktionierens
Man fragt mich oft, wie ich die Energie finde, nach einer Zehn-Stunden-Schicht noch zu schreiben. Die Antwort liegt in der Spannung. Das Wirtshaus fordert von mir absolute Präsenz. Ich muss Entscheidungen in Sekundenbruchteilen treffen: Ein Gast beschwert sich, ein Fass muss gewechselt werden, die Reservierungssoftware hakt. In diesen Momenten gibt es kein „Ich“, sondern nur das „Funktionieren“.
Diese professionelle Distanz, die ich als stellvertretender Leiter brauche, ist gleichzeitig die beste Schule für einen Autor. Ich lerne, Situationen objektiv zu betrachten. Ich beobachte Konflikte, ohne mich emotional darin zu verlieren. Das Restaurant ist mein Labor. Seit ich 2025 ernsthaft mit dem Schreiben begann, hat sich meine Wahrnehmung verändert. Ich sehe nicht mehr nur einen Gast, der sein Bier bestellt – ich sehe die Melancholie in seinen Augen oder die triumphale Freude über einen abgeschlossenen Deal. Ich speichere diese Emotionen ab, wie ein Fotograf, der den Film erst am Ende des Tages entwickelt.
Der Schwellenmoment: Heimweg
Wenn die letzte Abrechnung gemacht ist und die Lichter im Gastraum nacheinander erlöschen, findet eine Metamorphose statt. Der Weg nach Hause ist die Dekompressionskammer. Die kühle Nachtluft wirkt wie ein Reinigungsmittel für die Sinne.
Zu Hause angekommen, werfe ich die Uniform des Gastronomen ab. Die Welt des „Müssens“ endet hier. Ich setze mich an meinen Schreibtisch, der im krassen Gegensatz zum urigen Holz des Wirtshauses steht: minimalistisch, funktional, bereit für das Digitale. Doch der Raum ist noch leer. Die Stimmen der Gäste hallen noch in meinem Kopf nach, das Klirren der Gläser ist noch ein störendes Hintergrundrauschen. Ich brauche eine Brücke.
Die Erlösung durch den Klang: Warum Schiller?
Hier kommt die Musik ins Spiel, die mein Schaffen seit Jahren definiert. Ich öffne meine Playlist und wähle Schiller. Sobald die ersten Takte von „Ein schöner Tag“ oder die treibenden, aber dennoch sphärischen Rhythmen von „Sehnsucht“ einsetzen, passiert etwas Chemisches in meinem Gehirn.
Christopher von Deylens Klangwelten sind für mich kein bloßer Hintergrundlärm. Sie sind die Architektur meiner Inspiration. Die Musik von Schiller besitzt eine Eigenschaft, die ich in meinen Kurzgeschichten anstrebe: Atmosphärische Dichte. Die elektronischen Klangteppiche legen sich über die Erinnerungen an den Arbeitstag und filtern das Unwichtige heraus. Das Wirtshaus ist laut, direkt und manchmal derb. Schillers Musik ist weit, sehnsüchtig und unendlich tief.
In dieser Reibung entstehen meine Texte. Wenn der Beat einsetzt, beginnen die Worte zu fließen. Die Hektik des Benediktiner Wirtshauses wird zu Rhythmus, die Einzelschicksale der Gäste werden zu Protagonisten. Ich schreibe nicht mehr über das, was ich gesehen habe, sondern über das, was es bedeutet. Die Musik gibt mir die Erlaubnis, vom Realismus des Alltags in den Surrealismus der Literatur zu gleiten.
Kapitel 2: Die Werkstatt der Nacht – Wie aus einem Kellnerblock Literatur wird
Der Entstehungsprozess einer Geschichte ist bei mir kein sauberer, akademischer Vorgang. Er ist eine Extraktion aus dem echten Leben, die oft an den ungewöhnlichsten Orten beginnt. Seit ich im Jahr 2025 den Entschluss fasste, meine Wahrnehmungen in Kurzgeschichten zu verwandeln, hat sich mein Blick auf den Arbeitsalltag im Benediktiner Wirtshaus radikal verändert.
Der Kellnerblock als Skizzenbuch
Manchmal passiert es während der Stoßzeit. Ein Gast sagt einen Satz, der so voller unterdrückter Tragik oder absurder Komik steckt, dass er sofort festgehalten werden muss. In diesen Momenten ziehe ich meinen Kellnerblock aus meiner Tasche. Zwischen Bestellungen für Haxe und Kaiserschmarrn notiere ich mir hastig drei Wörter, ein Adjektiv oder die Beschreibung eines Schattens auf dem Tischtuch.
Diese Zettel sind die Rohdiamanten meines Schaffens. Sie tragen den Geruch des Wirtshauses an sich – eine Spur von Fett, das Aroma von frisch gezapftem Bier. Wenn ich sie nachts zu Hause auf meinen Schreibtisch lege, sind sie die Verbindungslinie zwischen der lauten Realität und der leisen Fiktion. Im Jahr 2026, in dem alles digital und flüchtig ist, ist dieses physische Festhalten von Momenten mein wichtigstes Werkzeug.
Die Architektur der Stille: Das Schiller-Ritual
Wenn ich mich gegen 01:30 Uhr nachts an den Laptop setze, ist die erste Handlung immer dieselbe: Ich starte die Schiller-Diskografie. Es ist eine bewusste Entscheidung gegen die Stille. Die Stille nach einer Schicht im Restaurant kann nämlich ohrenbetäubend sein – sie lässt die Ohren nach dem Lärm der Gläser und Stimmen klingeln.
Die Musik von Schiller fungiert als mein „Soundtrack der Konzentration“. Tracks wie „Nachtflug“ oder „Das Glockenspiel“ erzeugen einen Raum ohne Wände. Während die elektronischen Beats pulsieren, beginne ich, die Notizen des Kellnerblocks zu transkribieren.
Der Prozess folgt dabei einer festen Choreografie:
- Das Sichten: Ich breite die Zettel des Tages aus. Welche Begegnung hat die Kraft für mehr als drei Sätze?
- Die klangliche Grundierung: Ich wähle ein Schiller-Album, das zur Stimmung der Geschichte passt. Melancholische Begegnungen brauchen die Weite von „Tagtraum“, hektische Szenen eher die Rhythmik von „Future“.
- Die Trance: Durch die repetitive, hypnotische Struktur der Musik schaltet sich mein innerer Kritiker aus. Ich schreibe den ersten Entwurf in einem Rutsch. In dieser Phase korrigiere ich nichts. Ich lasse die Emotionen fließen, die ich tagsüber im Wirtshaus unterdrücken musste, um professionell zu bleiben.
Vom 2025-Anfänger zum 2026-Präzisionisten
Wenn ich meine Texte von heute mit denen aus meinen Anfängen im Jahr 2025 vergleiche, sehe ich eine deutliche Evolution. Damals wollte ich noch zu viel erklären. Ich wollte jede Emotion ausformulieren. Heute, ein Jahr später, habe ich gelernt, dass die beste Kurzgeschichte wie ein perfekt organisierter Service im Restaurant ist: Alles Überflüssige muss weg.
Ein guter Satz braucht keinen Schmuck, er braucht Substanz. Ich habe gelernt, die Lücken zu lassen. Der Leser soll den Raum zwischen den Zeilen selbst füllen – so wie ein Gast im Wirtshaus seine eigene Geschichte mit an den Tisch bringt. Meine Zeit als stellvertretender Leiter hat mich gelehrt, Menschen schnell zu lesen. Meine Zeit mit Schiller hat mich gelehrt, diesen Lesungen eine Seele zu geben.
Warum Kurzgeschichten?
Im Jahr 2026 ist die Aufmerksamkeitsspanne ein kostbares Gut. Die Menschen sind überflutet von Reizen. Eine Kurzgeschichte ist für mich das literarische Äquivalent zu einem Espresso an der Bar: kurz, intensiv, belebend und mit einem Nachgeschmack, der bleibt. Ich schreibe sie für die Menschen, die zwischen zwei Terminen oder nach einem langen Tag eine Fluchtmöglichkeit suchen – eine Tür in eine andere Welt, die man in fünf bis zehn Minuten durchschreiten kann.
Kapitel 3: Das Interview – Ein Gespräch über Kontraste, Klangteppiche und die Kunst des Weglassens
Um die Tiefe meines täglichen Spagats zwischen Gastronomie und Literatur greifbar zu machen, habe ich die am häufigsten gestellten Fragen meiner Leser und Weggefährten in diesem Gespräch zusammengefasst.
Frage: Wir schreiben das Jahr 2026. Alles ist digital, die KI schreibt Texte in Sekunden. Warum setzt du dich nach einer harten Schicht im Wirtshaus hin und ringst um jedes Wort einer Kurzgeschichte?
Antwort: Gerade weil wir im Jahr 2026 leben, ist das Handgeschriebene, das Erfühlte, so wertvoll geworden. Eine KI kann zwar Grammatik und Struktur, aber sie hat noch nie das Gewicht eines vollbeladenen Tabletts gespürt oder den Schweiß auf der Stirn eines Kochs gesehen, wenn die Bon-Maschine nicht mehr aufhört zu drucken. Ich schreibe, um das Menschliche zu konservieren. Meine Geschichten sind die Antwort auf die digitale Kälte. Sie sind analoges Herzblut, digital festgehalten.
Frage: Du betonst oft, dass das „Benediktiner Wirtshaus“ dein Labor ist. Ist es nicht anstrengend, ständig „auf Empfang“ zu sein, während du eigentlich ein Restaurant leiten musst?
Antwort: Es ist kein „Müssen“, es ist ein Zustand. Als stellvertretender Restaurantleiter bin ich ohnehin darauf trainiert, Details zu sehen. Wer hat sein Glas fast leer? Wer schaut ungeduldig zur Tür? Diese Beobachtungsgabe ist ein Muskel. Das Schreiben ist das Ventil dafür. Wenn ich einen besonders schwierigen Gast habe, ärgere ich mich heute nicht mehr – ich analysiere ihn. Ich frage mich: Was ist seine Geschichte? Warum ist er so geworden? Das Wirtshaus gibt mir die Erdung. Ohne den Bodenkontakt im Benediktiner würden meine Geschichten, die ich nachts zu Schillers Musik schreibe, zu sehr abheben.
Frage: Stichwort Schiller. Christopher von Deylens Musik ist sehr sphärisch, fast schon transzendent. Wie passt das bayerische Lebensgefühl eines Wirtshauses dazu?
Antwort: Das ist der spannendste Kontrast überhaupt. Das Wirtshaus ist das „Hier und Jetzt“ – laut, direkt, herzlich, manchmal rau. Schillers Musik ist das „Dort und Dann“ – die Sehnsucht, das Unendliche, der Raum zwischen den Sternen. Wenn ich diese beiden Welten kreuze, passiert etwas Magisches. Meine Kurzgeschichten handeln oft von ganz normalen Menschen, die in einem profanen Alltag feststecken, aber plötzlich einen Moment der Transzendenz erleben. Die Musik hilft mir, diese „magischen Momente“ im Alltäglichen zu finden. Ohne Schiller wäre ich nur ein Chronist; mit Schiller werde ich zum Geschichtenerzähler.
Frage: Du hast 2025 angefangen, deine Texte ernsthaft zu verfolgen. Was war die wichtigste Lektion in diesem ersten Jahr?
Antwort: Dass man sich nicht schämen darf, klein anzufangen. Mein erster Entwurf auf einem Kellnerblock war wahrscheinlich grauenhaft. Aber Beständigkeit ist alles. Ein guter Restaurantleiter wird man nicht durch ein Seminar, sondern durch tausend geleitete Schichten. Ein guter Autor wird man durch tausend geschriebene (und oft verworfene) Seiten. Ich habe gelernt, dass Inspiration ein Gast ist, der nur kommt, wenn man den Tisch bereits gedeckt hat.
Frage: Wo siehst du deine literarische Reise im restlichen Jahr 2026?
Antwort: Ich möchte die „Stimmen des Wirtshauses“ lauter machen. Ich plane eine Serie von Kurzgeschichten, die sich ausschließlich um die flüchtigen Begegnungen an der Bar drehen. Menschen, die nur für ein Bier bleiben, aber eine ganze Lebensbeichte hinterlassen. Und natürlich wird jedes dieser Stücke im Rhythmus eines anderen Schiller-Tracks entstehen. Es ist eine Symbiose, die erst jetzt, 2026, ihre volle Reife erreicht hat.
Kapitel 4: Die Anatomie einer Erzählung – Von Tisch 45 in die Unendlichkeit
Um zu verstehen, wie meine Arbeit funktioniert, muss man einen Blick in das Getriebe werfen. Es ist ein Prozess, der im Lärm beginnt und in der absoluten, klanggefüllten Isolation endet. Lassen Sie uns eine Geschichte rekonstruieren, die ich vor kurzem abgeschlossen habe.
Der Impuls: Die Frau mit dem leeren Notizbuch (14:30 Uhr)
Es war ein Dienstag im Benediktiner Wirtshaus. Die Mittagssonne fiel schräg durch die bleigeglassten Fenster und tanzte auf dem Staub der Holzbalken. An Tisch 45, einem kleinen Zweier-Tisch in der Ecke, saß eine Frau. Sie hatte nichts bestellt außer einem stillen Wasser und einem Espresso. Vor ihr lag ein Notizbuch – schneeweiß, unberührt.
Zwei Stunden lang saß sie dort. Als stellvertretender Leiter beobachtete ich sie aus dem Augenwinkel, während ich Reservierungen für den Abend koordinierte. Sie starrte auf die leeren Seiten, während um sie herum das Leben tobte: lachende Touristengruppen, klapperndes Geschirr, das Zischen der Kaffeemaschine. Es war dieser Kontrast – ihre vollkommene innere Stille inmitten unseres geschäftigen Wirtshauses –, der mich traf.
Ich griff zum Kellnerblock in meiner Tasche und schrieb nur drei Worte: „Angst vor Weiß“.
Die Inkubation: Der Dienst geht weiter (bis 23:00 Uhr)
Den Rest des Tages funktionierte ich. Ich regelte den Schichtwechsel, besprach die Tageskarte und balancierte die Erwartungen der Gäste. Doch der Samen war gesät. In jeder freien Sekunde, während ich im Keller neue Fässer anschloss oder die Kasse prüfte, formte sich die Frau von Tisch 45 in meinem Kopf zu einer Figur. Warum war ihr Buch leer? War sie eine Schriftstellerin auf der Flucht vor ihren eigenen Worten? Oder eine Witwe, die nicht wusste, wie sie das nächste Kapitel ihres Lebens beginnen sollte?
Die Transformation: Das Schiller-Ritual (01:15 Uhr)
Endlich zu Hause. Die Uniform ist verstaut, die Welt da draußen schweigt. Ich öffne mein Schreibprogramm und setze die Kopfhörer auf. Für diese Geschichte brauche ich Weite, aber auch eine gewisse Melancholie. Ich entscheide mich für das Album „Tagtraum“ von Schiller.
Sobald der Titeltrack einsetzt, geschieht die Magie. Die treibenden elektronischen Flächen nehmen die Hektik des Wirtshauses und verwandeln sie in Energie. Die Frau von Tisch 45 ist nicht mehr nur eine Gästin, die ich bedient habe. Durch die Musik wird sie zur Protagonistin meiner Geschichte „Das weiße Schweigen“.
Der Schreibfluss: Die Beats von Schiller geben mir den Takt vor. Wenn die Musik anschwillt, werden meine Sätze länger, beschreibender. Wenn der Rhythmus minimalistischer wird, kürze ich meine Texte radikal zusammen. Ich schreibe über die Angst vor dem ersten Wort, über die Schwere des Schweigens und darüber, wie ein Wirtshaus sich anfühlen kann wie eine Insel im Ozean. Ohne die Musik würde ich mich im Detail verlieren. Schillers Klangwelten halten mich auf Kurs – sie sind der Nordstern meiner Erzählung.
Das Ergebnis: Eine Geschichte für das Jahr 2026
Gegen 04:00 Uhr morgens ist die Geschichte fertig. Sie ist nur drei Seiten lang, aber sie enthält die gesamte Essenz dieses Nachmittags im Benediktiner. Seit ich 2025 begann, diesen Weg zu gehen, habe ich gelernt: Eine gute Kurzgeschichte braucht keinen langen Anlauf. Sie muss den Leser sofort am Kragen packen, ihn in eine andere Welt entführen und ihn dann, wenn die Musik von Schiller langsam ausfadet, wieder in seine eigene Realität entlassen – verändert.
Kapitel 5: Der Soundtrack des Schreibens – Meine Schiller-Playlist
Für mich ist Musik kein Hintergrundrauschen, sondern ein Werkzeug. Jedes Stück von Schiller öffnet eine andere Tür in meinem Bewusstsein. Wenn du meine Kurzgeschichten liest, liest du eigentlich diese Tracks mit. Hier ist die Auswahl, die meinen Schreibprozess am stärksten prägt:
- „Das Glockenspiel“ (Klassiker-Status): Der Rhythmus der Klarheit. Ich höre diesen Track, wenn eine Geschichte strukturell feststeckt. Die repetitiven, klaren Töne helfen mir, den roten Faden in der Hektik des Wirtshaus-Alltags wiederzufinden.
- „Ein schöner Tag“: Diesen Track nutze ich für Geschichten, die Hoffnung atmen. Er erinnert mich daran, dass trotz stressiger Schichten im Benediktiner Wirtshaus jeder Gast eine Chance auf einen glücklichen Moment hat.
- „Sehnsucht“ (mit Xavier Naidoo): Das ist mein Werkzeug für tiefe Charakterstudien. Wenn ich über die Einsamkeit schreibe, die man manchmal trotz voller Tische empfindet, gibt mir dieser Song die emotionale Tiefe vor.
- „Nachtflug“: Mein Favorit für die Stunden zwischen 02:00 und 04:00 Uhr morgens. Er hat diese treibende, nächtliche Energie, die perfekt ist, um den ersten Entwurf einer Geschichte ohne Pause zu Ende zu bringen.
- „Berlin Moskau“: Ein Track für Geschichten mit Tempo und Urbanität. Er verbindet das Traditionelle mit dem Modernen – genau wie mein Leben zwischen bayerischer Tradition und literarischer Moderne.
Epilog: Der Blick nach vorn – Mein Buchprojekt 2026
Wir stehen erst am Anfang. Seit ich 2025 die ersten Worte auf einem Kellnerblock gekritzelt habe, ist viel passiert. Das Schreiben ist für mich keine Flucht vor meinem Beruf als stellvertretender Restaurantleiter, sondern dessen Vollendung. Ich bewirte die Menschen mit Speisen am Tag und mit Geschichten in der Nacht.
Mein großes Ziel für das Ende des Jahres 2026 ist die Veröffentlichung meines ersten Sammelbandes unter dem Arbeitstitel: „Reserviert für das Leben: Geschichten zwischen Zapfhahn und Kopfhörer“.
Dieses Buch wird keine Biografie im klassischen Sinne sein. Es wird eine Sammlung jener Momente sein, die ich im Benediktiner Wirtshaus gestohlen und unter dem Schutz der Musik von Schiller zum Leben erweckt habe. Es ist ein Versprechen an mich selbst und an meine Leser: Dass wir auch im hochdigitalisierten Jahr 2026 die Fähigkeit nicht verlieren, die leisen Zwischentöne zu hören.
Ich lade dich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten. Schau regelmäßig hier auf der Webseite vorbei, lies die neuen Geschichten und vielleicht – wenn du einmal im Wirtshaus bist – erkennst du mich hinter dem Tresen. Ich werde wahrscheinlich gerade einen Gast beobachten und mir im Kopf bereits den ersten Satz für die nächste Nacht zurechtlegen.
Hinweis zur musikalischen Inspiration (Schiller) Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass zwischen mir und dem Musikprojekt „Schiller“ (Christopher von Deylen) sowie den dazugehörigen Labels oder dem Management keine geschäftliche Kooperation, Sponsoring-Vereinbarung oder offizielle Verbindung besteht. Die Erwähnung der Musik dient rein der Dokumentation meines persönlichen kreativen Schreibprozesses. Die Inspiration entspringt frei meinem eigenen Erleben. Alle Rechte an der Musik und den geschützten Markennamen liegen ausschließlich bei den jeweiligen Urhebern.